Schrägverzahnte Zahnräder sind eine entscheidende Komponente in vielen industriellen Anwendungen und bekannt für ihren reibungslosen Betrieb, ihre hohe Tragfähigkeit und ihren niedrigen Geräuschpegel. Um ihre optimale Leistung und Langlebigkeit zu gewährleisten, ist jedoch eine ordnungsgemäße Schmierung unerlässlich. Als Lieferant von Schrägverzahnungsgetrieben habe ich aus erster Hand die Auswirkungen richtiger und unsachgemäßer Schmierung auf diese Zahnräder miterlebt. In diesem Blog werde ich einige wichtige Erkenntnisse darüber teilen, wie man Schrägzahnräder richtig schmiert.
Die Grundlagen von Schrägverzahnungen verstehen
Bevor wir uns mit der Schmierung befassen, ist es wichtig, etwas über schrägverzahnte Zahnräder zu wissen. Im Gegensatz zu Stirnrädern haben Schrägverzahnungen abgewinkelte Zähne, sodass mehr Zähne gleichzeitig in Kontakt sind. Diese verteilte Lasttragfähigkeit reduziert die Belastung der Getriebezähne und führt zu einem gleichmäßigeren und leiseren Betrieb.
Das bedeutet aber auch, dass der Schmierstoff mehr leisten muss. Die abgewinkelten Zähne erzeugen beim Eingriff sowohl eine Gleit- als auch eine Rollbewegung, wodurch Wärme und Reibung entstehen. Wenn diese Zahnräder nicht ordnungsgemäß geschmiert werden, kann es zu vorzeitigem Verschleiß, Lochfraß, Abrieb und sogar zu einem katastrophalen Ausfall kommen.
Auswahl des richtigen Schmiermittels
Der erste Schritt zur richtigen Schmierung ist die Auswahl des richtigen Schmiermittels. Bei dieser Wahl sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen:
Viskosität
Die Viskosität ist vielleicht die wichtigste Eigenschaft eines Getriebeschmiermittels. Es bezieht sich auf den Fließwiderstand des Schmierstoffs. Bei Schrägverzahnungen sollte die Viskosität je nach Betriebsgeschwindigkeit, Belastung und Temperatur gewählt werden.
- Anwendungen mit niedriger Geschwindigkeit und hoher Last: In diesen Situationen ist ein Schmierstoff mit höherer Viskosität erforderlich. Das dickere Schmiermittel kann einen starken Film zwischen den Zahnradzähnen bilden und so den Kontakt von Metall zu Metall bei hoher Belastung verhindern. Beispielsweise könnte in großen Industriegetrieben, die in Bergbaumaschinen zum Einsatz kommen, ein hochviskoses Schmiermittel wie ISO VG 460 oder höher geeignet sein.
- Anwendungen mit hoher Geschwindigkeit und geringer Last: Hier ist ein Schmiermittel mit niedrigerer Viskosität erforderlich. Ein dünnerer Schmierstoff bietet weniger Widerstand gegen die sich bewegenden Getriebezähne und verringert so Planschverluste und Wärmeentwicklung. Beispielsweise könnte für einige Präzisionsmaschinen mit Hochgeschwindigkeits-Schrägverzahnungen ein Schmiermittel nach ISO VG 68 oder VG 100 geeignet sein.
Zusatzstoffe
Schmierstoffe enthalten häufig Zusatzstoffe zur Leistungssteigerung. Anti-Verschleiß-Additive wie Zinkdialkyldithiophosphat (ZDDP) reduzieren Reibung und Verschleiß, indem sie einen Schutzfilm auf den Zahnradoberflächen bilden. Hochdruckadditive (EP) kommen unter Hochlastbedingungen ins Spiel. Sie reagieren mit den Metalloberflächen und bilden eine Opferschicht, die ein Verschweißen und Festfressen der Zahnradzähne verhindert.
Auch Oxidationsinhibitoren sind von entscheidender Bedeutung, da sie verhindern, dass das Schmiermittel im Laufe der Zeit durch Sauerstoffeinwirkung zersetzt wird. Korrosionsinhibitoren schützen die Getriebeoberflächen vor Rost und Korrosion, insbesondere in Umgebungen, in denen Feuchtigkeit vorhanden ist.
Schmiermethoden
Es gibt verschiedene Methoden zum Schmieren von Schrägverzahnungen, jede mit ihren eigenen Vorteilen und Anwendungen:
Spritzschmierung
Die Tauchschmierung ist eine der einfachsten und gebräuchlichsten Methoden. Bei dieser Methode werden die Zahnräder teilweise in einen mit Schmierstoff gefüllten Sumpf eingetaucht. Wenn sich die Zahnräder drehen, spritzen sie das Schmiermittel auf andere Komponenten, einschließlich der Zahnradzähne. Diese Methode eignet sich für Anwendungen mit niedriger bis mittlerer Drehzahl, beispielsweise in einigen kleinen bis mittelgroßen Getrieben.
Der Hauptvorteil der Tauchschmierung liegt in ihrer Einfachheit und den geringen Kosten. Allerdings gibt es Einschränkungen. Bei hohen Drehzahlen kann es zu einer übermäßigen Aufwirbelung des Schmierstoffs kommen, was zu erhöhten Leistungsverlusten und Wärmeentwicklung führt. Außerdem kann es bei großen Getrieben schwierig sein, eine gleichmäßige Verteilung des Schmiermittels auf alle Zahnradzähne sicherzustellen.
Druckgespeiste Schmierung
Bei der Druckschmierung wird das Schmiermittel mithilfe einer Pumpe unter Druck an die Zähne des Zahnrads gefördert. Diese Methode ist ideal für Anwendungen mit hoher Geschwindigkeit und hoher Last. Das unter Druck stehende Schmiermittel kann alle Teile des Getriebesystems erreichen und sorgt so für eine bessere Kühlung und eine gleichmäßigere Schmierung.


In einem druckgespeisten System kann der Schmierstoff genau an die Stellen geleitet werden, an denen er am meisten benötigt wird, beispielsweise an die Eingriffspunkte der Schrägverzahnung. Dies trägt dazu bei, Reibung, Verschleiß und Hitze zu reduzieren und so die Lebensdauer der Zahnräder zu verlängern. Allerdings sind druckgespeiste Systeme im Vergleich zu Tauchschmiersystemen komplexer und teurer in der Installation und Wartung.
Nebelschmierung
Bei der Nebelschmierung handelt es sich um eine Methode, bei der das Schmiermittel in einen feinen Nebel zerstäubt und dann an die Zahnradzähne abgegeben wird. Diese Methode eignet sich für Hochgeschwindigkeitsanwendungen, bei denen eine präzise Steuerung der Schmiermittelmenge erforderlich ist.
Der Nebel kann leicht in die kleinen Zahnzwischenräume eindringen und sorgt so für eine wirksame Schmierung. Zudem bietet es gute Kühleigenschaften, da die Verdunstung des Schmiermittelnebels zur Wärmeableitung beitragen kann. Nebelschmiersysteme erfordern jedoch eine sorgfältige Konstruktion und Wartung, um sicherzustellen, dass der Nebel gleichmäßig verteilt wird und kein übermäßiger Schmierstoffverlust auftritt.
Häufigkeit und Menge der Schmierung
Die Bestimmung der richtigen Schmierhäufigkeit und -menge ist entscheidend für die ordnungsgemäße Funktion von Schrägverzahnungsgetrieben.
Schmierhäufigkeit
Die Schmierhäufigkeit hängt von mehreren Faktoren ab, darunter den Betriebsbedingungen, der Art des verwendeten Schmiermittels und der Konstruktion des Getriebesystems. Im Allgemeinen müssen Getriebe, die unter hoher Belastung, hohen Geschwindigkeiten oder in schmutzigen Umgebungen betrieben werden, häufiger geschmiert werden.
Beispielsweise kann in einem Industriegetriebe im Dauerbetrieb eine Schmierstoffanalyse regelmäßig durchgeführt werden, um festzustellen, wann der Schmierstoff gewechselt oder nachgefüllt werden muss. In manchen Fällen muss das Schmiermittel alle paar Monate gewechselt werden, während es bei weniger anspruchsvollen Anwendungen ein Jahr oder länger halten kann.
Schmiermenge
Auch die benötigte Schmierstoffmenge variiert je nach Getriebegröße, Drehzahl und Belastung. In spritzgeschmierten Systemen sollte der Ölstand auf dem richtigen Niveau gehalten werden, um ein ordnungsgemäßes Spritzen zu gewährleisten. Bei druckgespeisten Systemen sollte die Durchflussmenge des Schmiermittels gemäß den Empfehlungen des Herstellers angepasst werden.
Zu wenig Schmierstoff kann zu einer unzureichenden Filmbildung zwischen den Verzahnungen und damit zu erhöhtem Verschleiß und Hitze führen. Andererseits kann zu viel Schmiermittel zu übermäßiger Umwälzung führen, was zu einem höheren Stromverbrauch und einer möglichen Überhitzung führen kann.
Überwachung und Wartung
Eine ordnungsgemäße Schmierung ist keine einmalige Aufgabe; es erfordert eine kontinuierliche Überwachung und Wartung.
Schmierstoffanalyse
Die regelmäßige Schmierstoffanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Getriebewartung. Durch die Analyse des Schmierstoffs können wir Anzeichen von Verschleiß, Verschmutzung und Qualitätsminderung erkennen. Beispielsweise kann das Vorhandensein von Metallpartikeln im Schmiermittel auf einen übermäßigen Verschleiß der Getriebezähne hinweisen. Auch eine chemische Analyse kann den Abbau von Additiven im Schmierstoff aufdecken.
Basierend auf den Ergebnissen der Schmierstoffanalyse können entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden, wie z. B. ein Wechsel des Schmierstoffs, eine Anpassung der Schmierhäufigkeit oder eine Überprüfung des Getriebesystems auf Schäden.
Getriebeinspektion
Neben der Schmierstoffanalyse ist eine regelmäßige Getriebeinspektion unerlässlich. Eine visuelle Inspektion kann Anzeichen von Verschleiß, Lochfraß und Abrieb an den Zähnen des Zahnrads erkennen. Zur Erkennung interner Risse und Defekte können zerstörungsfreie Prüfmethoden wie Ultraschallprüfung und Magnetpulverprüfung eingesetzt werden.
Wenn bei der Inspektion Probleme festgestellt werden, müssen die Zahnräder möglicherweise repariert oder ausgetauscht werden, um weitere Schäden zu verhindern.
Unsere Schrägverzahnungen
Als Lieferant von Schrägverzahnungen bieten wir eine breite Palette hochwertiger Schrägverzahnungen an. UnserSchrägverzahnte geschliffene Zahnräder – 40Cr DIN6sind präzisionsgefertigt und erfüllen höchste Ansprüche. Diese Zahnräder bestehen aus 40Cr-Stahl und sind auf DIN6-Präzision geschliffen, was eine hervorragende Leistung und Haltbarkeit gewährleistet.
Wir haben auchSchrägverzahnte gefräste Zahnräder – 40Cr DIN10UndSchrägverzahnte gefräste Zahnräder – 20Cr DIN10. Die Stahlmaterialien 40Cr und 20Cr bieten unterschiedliche Festigkeits- und Härtegrade, sodass unsere Kunden die Zahnräder auswählen können, die am besten zu ihren spezifischen Anwendungen passen.
Kontaktieren Sie uns für die Beschaffung
Wenn Sie Schrägverzahnungsgetriebe benötigen oder Fragen zu deren Schmierung und Wartung haben, sind wir für Sie da. Unser Expertenteam kann Ihnen detaillierte Informationen und Beratung zur Auswahl der richtigen Getriebe und Schmierlösungen für Ihre Anforderungen geben. Kontaktieren Sie uns gerne, um ein Beschaffungsgespräch zu beginnen und den reibungslosen Betrieb Ihrer Maschinen sicherzustellen.
Referenzen
- Buckingham, E. „Analytische Mechanik von Zahnrädern“. Dover Publications, 1963.
- Niemann, G., et al. „Maschinenelemente Band 2: Zahnräder und Getriebe“. Springer, 2004.
- Harris, TA, et al. „Harris‘ Wälzlageranalyse“. John Wiley & Sons, 2006.
